Di 18.01.1938, Ergänzender Brief von Walter an den Oberbürgermeister der Stadt Iserlohn

eingestellt von am 18. Januar 2015 |

Iserlohn, den 18. Januar 1938.
Ergänzung zum Antrag des Studienassessors Walter Galka auf Anstellung an der Oberschule für Jungen in Iserlohn.

An den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Iserlohn
durch Herrn Oberstudiendirektor Dr. Müller.

Dem von mir am 7. Januar 1938 gestellten Antrag auf Anstellung als Studienrat füge ich noch hinzu, dass ich auch bereit bin, die Stelle eines Oberschullehrers anzunehmen unter der Bedingung, dass diese Stelle spätestens nach Ablauf von vier Jahren in eine Studienratsstelle umgewandelt wird und, falls vor Ablauf dieser Zeit eine Studienratsstelle an der Oberschule für Jungen Iserlohn frei werden sollte, mir diese zugesprochen wird.

Lebenslauf und Zeugnisabschriften füge ich in der Anlage bei.
gez. Walter Galka

Anlage:
1 Lebenslauf
Zeugnisabschriften.

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Fr 07.01.1938, Brief von Walter an den Oberbürgermeister der Stadt Iserlohn: “Auch in diesem Falle setzt die Stadt also mit einer festen Anstellung nichts aufs Spiel“

eingestellt von am 7. Januar 2015 |

Iserlohn, den 7. Januar 1938.
Antrag des Studienassessors Walter Galka auf Anstellung an der Oberschule für Jungen in Iserlohn.

An den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Iserlohn
durch Herrn Oberstudiendirektor Dr. Müller.

Bezugnehmend auf die Rücksprache mit Herrn Bürgermeister Riedel gestatte ich mir die höfliche Bitte, meine bisherige Stelle in eine Studienratsstelle umzuwandeln, wenn die Zahl der als Sicherung für die Stadt notwendigen Hilfslehrerstellen erreicht ist.

Bei der grossen Zahl der an der Oberschule für Jungen Iserlohn zu erteilenden Turnstunden wird ausser Herrn Oberschullehrer Reinke sicher ein Turnlehrer voll beschäftigt bleiben, selbst dann, wenn die Anstalt etwas kleiner werden sollte. Auch in diesem Falle setzt die Stadt also mit einer festen Anstellung nichts aufs Spiel, zumal der Turnunterricht nach den Richtlinien für die Leibeserziehung in Jungenschulen nur von Fachlehrern erteilt werden soll.

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Ca. Januar 1938, Lebenslauf von Walter Galka

eingestellt von am 1. Januar 2015 |

Maschinenschriftlicher Lebenslauf mit handschriftlichen Ergänzungen/Änderungen, hier kursiv gesetzt.

Lebenslauf des Studienassessors
Walter Galka

Am 5. Februar 1905 wurde ich als Sohn des Bergmanns Adolf Galka in Bochum geboren. Vom 6. bis zum 11. Lebensjahre besuchte ich die Volksschule in Bochum. Ostern 1916 trat ich in die Sexta der Oberrealschule in Bochum ein und wurde Ostern 1917 wurde ich von Sexta nach Quarta versetzt. Im Juni 1923 musste ich Bochum wegen der durch die Franzosen verursachten Unruhen verlassen und ging nach Berlin-Lichterfelde, wo mir an der Staatlichen Bildungsanstalt eine Freistelle gewährt wurde. Ostern 1924 bestand ich an dieser Anstalt die Reifeprüfung und studierte anschliessend Mathematik, Naturwissenschaften, Philosophie und Leibesübungen an den Universitäten Leipzig und Halle a.S. In Leipzig bestand ich im Mai 1926 das Anorganisch-Chemische Verbandsexamen, in Halle a.S. im August 1927 die Turn- und Sportlehrerprüfung.

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Mo 30.08.1937, Brief von Walter (mit Antwort vom 28.09.) an den kath. Pfarrer von Dietrichswalde, Kreis Allenstein:”Nach Angabe meiner Mutter hat sie 1845 noch gelebt”

eingestellt von am 30. August 2014 |

Iserlohn, den 30.8.37.

Sehr geehrter Herr Pfarrer!

Zum Nachweise meiner arischen Abstammung fehlen mir noch einige Urkunden. Ich wäre Ihnen äußerst dankbar, sehr geehrter Herr Pfarrer, wenn Sie die Freundlichkeit haben würden, mir zu helfen.

Es fehlen mir die Geburts-, Tauf-, Trau– und Sterbeukrunden der Anna Majetzki oder Magizki und deren Vorfahren, zurückverfolgt soweit wie möglich.

Die Trauurkunde der Anna Majetzki habe ich bereits. Sie ist am 8. Oktober 1811 in Locken mit Christoph Janowski getraut. Ihr Alter ist mit 30 Jahren angegeben, kath. Sie müßte demnach um 1781 geboren sein, wahrscheinlich in Locken.

Nach Angabe meiner Mutter hat sie 1845 noch gelebt, in Locken, ist aber dann bald gestorben. Ihr Mann, der Hufenwirth Christoph Janowski, hat sie überlebt, er ist erst 1866 in Locken gestorben.

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Di 20.04.1937, Rede von Walter Galka: „Somit musste der Arbeiter zum Nationalisten und Antisemiten erzogen werden“

eingestellt von am 20. April 2014 |

Der Inhalt des Textes gibt selbstverständlich nicht die Auffassung des Herausgebers wieder. Siehe auch: Was ist 77jahre?

Iserlohn 1937. 20.4.

Der Geburtstag des Führers.
Deutsche Männer, deutsche Jungen!

Am heutigen Tage feiert das ganze deutsche Volk den Geburtstag des Mannes, dem Deutschland seine Wiederauferstehung verdankt, den Geburtstag unseres Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler, zu dessen neuem Lebensjahre die Wünsche aller Deutschfühlenden in der ganzen Welt sich vereinen.

Es dürfte wohl nur wenige Deutsche geben, die diesen Tag nicht als einen Feiertag der ganzen Nation tief innerlich empfänden. Unsere Verehrung gilt nicht dem hohen Amt des Führers als Kanzler und Staatsoberhaupt; die Zuneigung des Volkes gilt dem Manne und seiner Persönlichkeit. Es hat viele Kanzler und gekrönte Häupter in Deutschland gegeben, aber nur wenige sind von dem Vertrauen des ganzen Volkes getragen worden, und keiner ist so zum Erlebnis des Nation geworden wie der Führer.

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Do 20.08.1936: Kirchliche Trauung von Anneliese und Walter in der Kirche am Lietzensee, Berlin-Charlottenburg

eingestellt von am 20. August 2013 |

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So sah die Kirche am Lietzensee zu der Zeit aus. Sie wurde im 2. Weltkrieg zerstört.

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