Mi 02.03.1938, Brief von Annelieses Eltern an Anneliese und Walter: “die Schüler machten Notabitur, da dort der Bau der Nord-Südachse beginnt“

eingestellt von am 2. März 2015 |

Charlbg, d. 2. März 38.

Ihr lieben Beiden,
für Deinen Brief, lieber Walter, vielen Dank. Wir freuen uns herzlich mit euch über diesen Erfolg und hoffen, daß alles klappt. Inzwischen meldest du dich aber gewiß weiterhin auf freiwerdende Stellen, damit du auf jeden Fall Aussicht hast, angestellt zu werden. Wohin ihr kommt, muß ja gleich sein. Eine Stelle ist schon irgendwo für dich da! Da hattet ihr ein freudiges Kaffeetrinken im Franzosenhohl, wo es ja auch so schön ist.

Vater wurde heute wieder arg behandelt. Mit einer Luftpumpe wurde der Knoten hochgesaugt, damit er besser geknetet werden konnte. Auch Rheuma ist eine eklige Sache. Am Donnerstag, also morgen, in 8 Tagen wird Vater voraussichtlich wieder den Dienst beginnen. Die vielen Spaziergänge in der Sonne haben Vater ein so rosiges Gesicht gegeben, daß ich mich immer wieder über meinen „jungen Mann“ freue. Weiterlesen »

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Do 03.02.1938, Brief von Annelieses Eltern an Walter: “ Ich verspreche mir von einem kurzen Aufenthalt in Ostpreußen nicht viel“

eingestellt von am 7. Februar 2015 |

30 Anlagen.
Bln-Charlottenburg 5, den 3. Februar 1938.
Rönne Str 10 II r

Lieber Walter,
den 1. Tag meines unfreiwilligen Heimaturlaubs – ich habe mir ein etwas schmerzhaftes, hoffentlich vorübergehendes Fußleiden zugezogen, muß viel liegen und den linken Fuß hochlegen, bin auf 10-14 Tage dienstunfähig – will ich gleich benutzen, um die für den Ahnenpaß notwendigen Urkunden rauszugeben und dir zu übersenden. Das Verzeichnis ist vollständig bis 1800. Sterbeurkunden liegen allerdings nicht vor – die mußt du wohl bei Hans anfragen, sofern sie wirklich notwendig sein sollten.

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Fr 31.12.1937, Postkarte von Annelieses Eltern an Anneliese und Walter: ”Wir grüßen Euch herzlichst zur Jahreswende“

eingestellt von am 31. Dezember 2014 |

Poststempel: Berlin-Charlottenburg 2 31.12.37, 14-15
371231m800
Berlin. Reichspräsidial-Kanzlei
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Sa 18.12.1937, Brief von Annelieses Eltern an Anneliese: ”Rechts von der Chaussee sind Rasen, Radfahrweg und Fußgängerweg verschwunden“

eingestellt von am 18. Dezember 2014 |

den 18. Dzbr. 37.

Meine liebe Anneliese,

nun wird es ein Montagsgruß werden und zugleich muß ich dir sagen, daß unsere Pakete schon am Freitag früh angeliefert sind, weil Vati das nötig fand, des vielen Schnees wegen. Die Gute ist also hier geblieben und Vati möchte nicht, daß sie jetzt im Trubel zerdrückt wird. Dein liebes Niklaspäckchen war ganz schräg, die Dose war an einer Seite platt gedrückt, so geht es, wenn ein kleines Paket unten im Sacke liegt. Der Inhalt schmeckte, auch zerbröckelt, herrlich!

Wie schön, daß du Schi [sic] laufen konntest, ich wünsche dir noch oft das schöne Vergnügen. Heute feierst du also als S.A.-Frau Weihnacht, mal etwas ganz anderes. Wenn die Flickerei in diesem Jahre nicht fertig wird, dann ist im Januar auch noch Zeit dafür, die Hauptsache ist ja, daß alles heil und ganz gemacht wird. Ich habe auch noch allerlei auf deinem Bette liegen, das muß aber wahrscheinlich bis nach Weihnachten warten.

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Mi 15.12.37, Stempel im Reisepass von Paul und Lolly Merten

eingestellt von am 15. Dezember 2014 |

Zwei Stempel über die Anforderung von Devisen für eine Reise nach Italien im Reisepass von Annelieses Eltern:

371215m800

 

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Fr 03.09.1937, Postkarte von Annelieses Vater an Walter: ”Dir wünsche ich guten Verlauf der Tage in Rothenburg”

eingestellt von am 3. September 2014 |

Poststempel: Berlin-Charlottenburg 2 3-9-37 18-19
370903m800
Berlin. Reichskanzlei.
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