Di 14.06.1938, Brief von Lolly an Anneliese: “Die Zeit erfordert den Kampf, da muß auch jeder Einzelne für sich kämpfen“

eingestellt von am 14. Juni 2015 |

Charlbg., d. 14. Juni, 38, Rönnestr. 10 I

Meine liebe Anneliese,
dir und dem Walter vielen herzlichen Dank für die schönen, leckeren Kuchen, die uns ja sooo gut schmecken! Das war ja ein Freudentag gestern! Zuerst waren die Geschwülste an beiden Beinen dünner. Ich habe keine geschwollenen Füße, nur die inneren Knochen sah man kaum und dann ging ein Geschwulst an den Vorderbeinen hoch, am rechten schlimmer. Das Ganze war dann 20 cm hoch, 5 cm breit u. 3-4 hoch in der Mitte. Nun ist die Sache schon auf 1/3 fast zurückgegangen! Am Donnerstag gehe ich wieder zum Arzte und berichte darauf gleich.

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Di 07.06.1938, Brief von Lolly an Annelieses Bruder Hans mit ausführlichem Bericht über die Italienreise: „In einem Gladiatorenkeller waren wir auch, der ist ausgegraben und da trinkt man jetzt Bier“

eingestellt von am 7. Juni 2015 |

Berlin Charlbg., d. 7. Juni, 38.

Ihr Lieben,

für Deinen langen Pfingstbrief, lieber Junge, vielen herzlichen Dank. Klein Ingelein macht uns vielen Spaß. Nun wird Euer Kind ja den ersten Geburtstag bei den lieben Großeltern in Kiel feiern und womöglich auch dort die ersten Schritte laufen. Die herrliche Seeluft wird schon gut tun. –

Hast du Freude in Süddeutschland gehabt, Michel? Das Freiburger Münster ist wohl schön und hast du auch das Höllental bis Hinterzarten gesehen? Und wie hast du die Pfingsttage mit deinen 2 Frauen verlebt, Hans?

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Fr 20.05.1938, Brief von Lolly an Anneliese: „Schweineherz und Lunge, neue Kartoffeln und Rhabarberpudding“

eingestellt von am 20. Mai 2015 |

Charlottenburg, d. 20. Mai 38.

Meine liebe Anneliese,
war das ein lieber langer Brief! Vielen Dank. Wir hörten gern mal wieder aus Schwelm. Es waren alles Neuigkeiten. Grete Fischer schrieb mir, daß Emmy wieder 4 Wochen im Krankenhause lag. Uns tut der Mann bald mehr leid als Emmy, aber auch sie bedauern wir recht. Das ist ja tatsächlich kaum eine Ehe. Emmy war eben nie gesund.

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Mo 16.05.1938, Brief von Lolly an Anneliese: “Gott sei Dank regt mich so etwas garnicht auf“

eingestellt von am 16. Mai 2015 |

Charlbg., d. 16. Mai 38

Meine liebe Anneliese,

nun ist Vati zum Kegeln gegangen und ich schreibe an unser Kind. Vom Vati soll ich herzlich grüßen und er hätte rote Backen, einen Braunkopf und ein Bäuchlein! Im Amte wäre es sehr nötig, da viel Personal auf Urlaub ist und einige Stellen in seinem Referat nicht besetzt werden können, weil einfach kein Personal mehr abgegeben werden kann von den Ämtern. Ennig ist nun auf Urlaub, wenn er wiederkommt, geht Donath. Das Referat besteht noch, ist etwas umgemodelt vorläufig. Die Kollegen haben sich gewundert, daß Vati wiederkam, aber Vati fühlt sich im Dienste noch ganz wohl. Präsident Hunsmann hat Dresden ausgeschlagen, er zieht in die Kuno Fischerstr., hat noch Urlaub und läßt sich dann wohl pensionieren; Geld ist reichlich vorhanden, da einmal das große Los gewonnen wurde. Er ist 63 Jahre alt.

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So 10.04.1938, Postkarte und Passeintrag aus Genua

eingestellt von am 10. April 2015 |

19380410m800
Torpedoboot Wolf
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Fr 08.04.1938, Postkarte von Annelieses Eltern an Anneliese und Walter: „Betten u. Schlaf ausgezeichnet“

eingestellt von am 8. April 2015 |

Poststempel: Milano Ferr. Corrispondenze 10-11 9-IV 38 XVI
19380408m800
Lago Maggiore – Isola Bella, Isola Madre e Pallanza
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