Januar 2010
Mo 30. / Di 31.01.1933, Brief von Anneliese an ihre Eltern: “Dann habe ich die Zeitung gelesen, die von vorne bis hinten ‘hitlert’”
Poststempel: Southampton, 1 Feb 1933, 1 PM
“Burleigh”, Hursley Road, Chandler’s Ford, Southampton 30. I. 1933.
Liebe Eltern,
heute abend will ich doch schon einmal anfangen, wenn auch nicht viel Zeit übrig geblieben ist. Ob es der Mutter wohl besser geht? Ich denke viel an Euch und hoffe bald viel zu hören. Ich hoffe stark, daß Muttel sich zu Bett gelegt hat und sich ganz auskuriert!!! Mr. Cox ist auch kurz vor dem Sterben, er hat es aber bis morgen aufgeschoben, weil heute abend Bridge gespielt wird. O, ist das ein Hampelmann!
31. Januar 2010 Noch keine Kommentare
So 29.01.1933, Brief von Walter an Anneliese: “In Deutschland ist es ziemlich kalt”
Bochum, den 29. 1. 33.
Mein liebes Baby!
Deinen lieben Brief habe ich gestern mit recht herzlichem Dank empfangen und möchte Dir heute auch gleich antworten. Es tut mir wirklich leid, daß Du Dir den Finger geklemmt hast. Hoffentlich tut es nicht mehr so weh und wird bald wieder besser. Ist der Finger denn sehr dick? Schreib mal, wenn es geht, etwas darüber. Daß Du eine Nacht in London bleiben willst, beglückt mich geradezu.
29. Januar 2010 1 Kommentar
Fr 27.01.1933, Postkarte von Anneliese an ihre Eltern: “Warum legst Du Dich denn nicht ins Bett”
27. Januar 2010 Noch keine Kommentare
Mi 25.01.1933, Brief von Anneliese an Walter: “I suppose that life will be pretty expensive in Paris”
25. I. 33.
Mein lieber Junge,
please don’t be cross with me when I do not write a lot to-day but I have pinched my finger when shutting a window and it is rather difficult for me now to hold a pencil. Well, I was very pleased when I got your letter and I thank you very much for it. No, my dear boy, I know that you are neither lazy nor afraid of work and it makes me very happy that you are not. And I hope that you will be very happy here.
25. Januar 2010 Noch keine Kommentare
Mi 25.01.1933, Brief von Anneliese an ihre Mutter: “Ich bin doch eben meiner Mutter Tochter!”
“Burleigh”, Chandler’s Ford
25. I. 1933.
Meine liebe Geburtstagsmutti,
einen recht, recht schönen Tag wünsche ich Dir mit viel Freude und fürs neue Lebensjahr viel Gutes und Schönes! Ganz tüchtig werde ich an Dich denken und dazu die Melodie “Einst an diesem Tage” singen. Ob da Vati Dir wohl einen schönen Geburtstagstisch aufbauen wird? Vielleicht findet darauf auch der Schal einen kleinen Platz. Magst Du ihn leiden? Ich dachte, er würde ganz hübsch für den schwarz-weißen Mantel passen.
25. Januar 2010 Noch keine Kommentare
So 22.01.1933, Postkarte von Anneliese an ihre Eltern: “Ihr schreibt aber doch zum Wochenende, nicht wahr?”
22. Januar 2010 Noch keine Kommentare

