Juli 2009
Fr 15.07.1932, Brief von Anneliese an Walter: “I could not help thinking of Germany”
15th July, 1932.
Mein lieber Junge!
Thanks so much for your letter received this morning! I’m now writing downstairs in the drawing-room. Mrs. Thompson is upstairs teaching the german girl who arrived yesterday evening. She only understands a very few words of english – that’s rather funny. I’ve always to translate what Mrs. Th. wishes to tell her. She is a very fashionable young girl but – I think she’ll not be very nice. She intends to stay here for 2 or 3 months. I don’t know whether we both will get on or not. [Weiterlesen →]
15. Juli 2009 Noch keine Kommentare
So 10.07.1932, Brief von Anneliese an ihre Eltern: “Wenn es immer so wäre wie jetzt, käme ich überhaupt nicht wieder nach Schwelm!”
Poststempel: 11. Juli, 1130am
Newby, am 10. Juli 1932.
Liebe Eltern!
Nun ist es Sonntag abend, wunderschön warm und klar und wo bin ich wohl mit meinen Gedanken? Ich habe ja so bedauert, kein Flugzeug zu besitzen. Immerhin habe ich heute wohl den nettesten Tag hinter mir, den ich je hier im Hause verlebt habe. Natürlich danke ich recht herzlich für Mutters schönen Bericht und erwarte den nächsten mit grosser Spannung! Was mag da alle[s] drinstehen? [Weiterlesen →]
10. Juli 2009 Noch keine Kommentare
Do 07.07.1932, Brief von Anneliese an Walter: “O dear me, was soll das werden?”
7. Juli 1932.
Mein lieber Junge!
Über Deinen letzten Brief habe ich mich ganz besonders gefreut; ich danke Dir, daß Du mich verstehst und öfter auch schriftlich an mich denkst. Ich sitze nun seit 3 Stunden hier am Strand. Erst habe ich gebadet, dann haben wir zu Mittag mitgebrachte Butterbrote gegessen; nun sind die Kinder bald anzuziehen und daddy wird uns mit dem Auto heimfahren. Alles in allem also a very nice day – wenn Mrs. Thompson sich nur einen anderen Ton angewöhnen wollte! [Weiterlesen →]
7. Juli 2009 Noch keine Kommentare
Mi 06.07.1932, Brief von Anneliese an ihre Eltern: “Die Stelle ist da, der Druck ist da und zuweilen auch Eiter”
Poststempel: 7. Juli, 1130 am
5th July, 1932.
Der Brief ist wohl um einen Tag zu früh datiert.
Liebe Eltern!
Ihr seid mir hoffentlich nicht böse, daß ich Euch schon wieder schreibe. Heute morgen war ich beim Zahnarzt. Einl. ein Brief von ihm u. eine Übersetzung von mir. Ich hatte den Eindruck, daß er ohne Aufnahme nicht recht wußte, woher das Übel kam und sich zu Dr. Rotenpielers Ansicht bekannte, daß der dunkler Zahn zu schwach sei, die Brücke zu tragen. [Weiterlesen →]
6. Juli 2009 Noch keine Kommentare
So 03.07.1932, Brief von Anneliese an ihre Eltern: “Auch dem Walter keins geben, der kriegt schon genug!”
Poststempel: 5. Juli, 1130 am
Newby, 3d July, 1932.
Ihr Lieben in Schwelm!
Samstag morgen erhielt ich Euren – wie immer heiß ersehnten – lb. Brief und danke herzlichst dafür. Ich konnte ihn zwar nicht am Kaffeetisch lesen, dazu war keine Zeit, doch im Laufe des Morgens, als die Kinder dancing-class hatten und Mrs. Thompson einkaufen war. Ich bekam zudem noch 1 Brief von M. Sturm, 1 von Walter und 1 Karte von Hans, das war recht fein. Auch Jutta schrieb mir einen netten, langen Brief. – [Weiterlesen →]
3. Juli 2009 Noch keine Kommentare
So 03.07.1932, Brief von Anneliese an Walter: “Gott bewahre mich vor diesen studierten Frauen!”
Sunday, 3d July, 1932
Mein lieber Junge!
Es ist jetzt ½ 2 h, meine kleine Shirley is sleeping upstairs und Brenda macht neben mir eine Perlenkette und fragt jeden Augenblick: Look at this bead, isn’t that a pretty one? Und ich sage dann immer: O yes, it is very nice! Mrs. and Mr. Thompson sind nach Scarborough gefahren, um dort mit einer für heute nachmittag zu Besuch kommenden Tante zu lunchen. Nun will ich Dir aber zunächst einmal herzlichst für Deine lb. Briefe danken. Du glaubst ja garnicht wie mich hier ein Brief von Dir erfreut! [Weiterlesen →]
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