Februar 2009
Sa 27.02.1932, Briefkarte von Anneliese an Walter: “Das hast Du aber auch verdient”
Poststempel: 22-23 Uhr
Schwelm, d. 27. II. 32.
Mein lieber Assessorenjunge!
Soeben komme ich von Düsseldorf und freue mich herzlichst, daß Du so fein bestanden hast. Das hast Du aber auch verdient. Ich gratuliere Dir vorläufig also nur schriftlich, doch herzlichst. Mittwoch werde ich es persönlich nachholen. Nun wünsche ich Dir für Deine weiteren Fortkommensmöglichkeiten recht viel Gutes.
Entschuldige, der Brief muß noch schnell fort.
Dir &. den Deinen herzl. Gruß und Dir einen besonders lieben Kuß
von Deiner Anneliese.
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Sa 27.02.1932, Telegramm von Familie Merten an Walter: “herzlichen glueckwunsch!”
Deutsche Reichspost
087 Telegramm
aus schwelm 13 1650
TU Bochum
Aufgenommen
Tag Monat Jahr27/2. 32 Zeit 16.55
von Elberf. durch [Unterschrift]
assessor galka
alsenstr 12 bochum =
ihnen und ihren lieben herzlichen glueckwunsch !
familie merten .+
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Do 25.02.1932, Brief von Anneliese an Walter: “Nun will ich aber auch fix aufhören, sonst bekomme ich keinen Kuchen mehr ab”
Poststempel: Düsseldorf, 25.02., 20-21 Uhr
Düsseldorf, den 25. II. 32.
Mein lieber Junge!
Nun sitzt Du wohl in Münster und grübelst und schreibst für Deine Probelektionen. Bedauern darf ich Dich ja nicht, sonst täte ich es jetzt sicher; so denken wir hier nur recht viel an Dich und halten das Däumchen.
Für Deinen lb. Brief danke ich Dir herzlichst. Ich hatte mir schon gedacht, daß Dein Kommen am Samstag unmöglich sein würde, wollte aber doch erst anfragen. Ich bin nun seit Dienstag mittag hier in Düsseldorf bei Lenis Verwandten und werde nach Strich und Faden verwöhnt. [Weiterlesen →]
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So 21.02.1932, Briefkarte von Anneliese an Walter: “Ihrem Verlobten ist in der Praxis etwas dazwischen gekommen”
Poststempel: 21.02., 15-16 Uhr
Schwelm, d. 21. II. 32.
Mein lieber Junge!
In Eile teile ich Dir nur eben mit, daß Lenis Verlobung und -feier doch noch nicht nächsten Samstag ist. Ihrem Verlobten ist in der Praxis etwas dazwischen gekommen. Du brauchst also noch nicht an sie zu schreiben und brauchst Dich auch Samstag nicht abzuhetzen.
Alles Gute wünscht Dir mit herzl. Gruß u. Kuß
Deine Anneliese.
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Fr 19.02.1932, Brief von Anneliese an Walter, mit Postkarte von Leni: “in einem Nachmittage waren sie sich dann einig und Samstag ist nun Verlobungsfeier”
Poststempel: 19.02., 23-24 Uhr
Schwelm, den 19. II. 32.
Mein lieber Junge!
Nun will ich Dir fix einen herzlichen Sonntagsgruß schreiben, den letzten vor der bedeutungsvollen Woche. Ich wollte, Du könntest so frisch und ausgeruht ins Examen steigen, wie ich es jetzt nach meinem 4tägigen Winterberger Aufenthalt in Schnee und Sonne bin. Jeder freut sich über mein gutes Aussehen, ich bin richtig etwas verbrannt. Die beiden letzten Tage waren auch noch wunderschön; ich habe noch viel gelernt, am letzten Tag unter der liebenswürdigen Anleitung eines unbekannten Herren sogar noch die Anfänge zum Stemmbogen. [Weiterlesen →]
19. Februar 2009 Noch keine Kommentare
Mo 15.02.1932, Brief von Anneliese an Walter: “heute abend war es herrlich, bei Mondschein über die frisch verschneiten Flächen zu gleiten”
Poststempel: Neuastenberg, 17.02., 11-12 Uhr
“Haus Sturmfried”, den 15. II. 1932.
Mein lieber Junge!
Gar behaglich ist’s hier in dem Wohnraum der Hütte. Ich sitze hier am Tisch und denke an meinen lb. Jungen, der sicherlich augenblicklich recht fleißig ist. Die beiden anderen - Gerti Fischer und Erika Schwarz aus Gevelsberg - liegen in Liegestühlen oder auf der Ofenbank an unserem lustig knisternden Feuer. Draußen heult der Wind in allen Tonarten. - Über die allerersten Anfänge des Skilaufens bin ich nun glücklich hinweg; man sagt mir nach, daß ich mich garnicht so sehr dumm angestellt hätte. [Weiterlesen →]
15. Februar 2009 Noch keine Kommentare