Do 17.12.1931, Briefkarte von Anneliese an Walter: “Jetzt muß ich noch mein Gedicht lernen”
Poststempel: 18.12., 8-9 Uhr
Schwelm, den 17. XII. 31.
Mein lieber Junge!
Heute abend will ich Dir fix noch einen kurzen Gruß senden. Hoffentlich geht es Dir recht gut; diesmal bin ich nun diejenige, die auf einen Gruß von Dir gewartet hat, doch habe ich mir auch gedacht, daß Du bei all der Arbeit, die sich jetzt sicher ganz besonders drängt, kaum zum Schreiben kommen würdest. Aber einen kurzen Sonntagsgruß bekomme ich doch, nicht wahr?
Nun gibts ja bald Ferien und dann kannst Du etwas intensiver an Deiner Arbeit schaffen; wie stehts [sic] denn überhaupt? Wann etwa und für wie lange wirst Du denn nach hier kommen? Ich freue mich ja darauf viel mehr als auf Weihnachten!
Das 4 vierhändige Spielen am Freitag in der Loge hat ganz gut geklappt, hoffentlich gelingt es am Samstag auch einigermaßen. Jetzt muß ich noch mein Gedicht lernen und bin so müde.
Laß mal von Dir hören und sei recht herzl. gegrüßt
von Deiner Anneliese.
Viele Grüße an Deine lb. Angehörigen.
1 Kommentar
[...] ist wirklich nett von Dir, daß Du mir schon 2 mal geschrieben hast. [Brief 1, Brief 2] Leider komme ich jetzt zu kaum etwas anderem als zu meiner Arbeit. Gestern hat es Gott sei Dank [...]
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