Dezember 2008
Fr 25.12.1931, Brief von Anneliese an Walter: “Es ist ja auch nicht schön, wenn man Montags dann so verkatert ist”
Poststempel: 26.12., 9-10 Uhr.
Der Brief ist mit Schreibmaschine geschrieben.
Schwelm, den 25. Dez. 1931.
Mein lieber Junge!
Da staunst Du wohl, dass ich Dir heute – am lieben Weihnachtstage – schon einmal wieder schreibe; ich bitte herzlichst die Störung zu entschuldigen, ich schreibe nur zu Uebungszwecken. Aber trotzdem möchte ich mich schon heute recht herzlich bedanken für Dein liebes Weihnachtspaket. Du hast mir eine sehr grosse Freude gemacht; die Platte ist so ganz nach meinem Geschmack und ich habe sie schon tüchtig spielen lassen. Und wenn Du erst hier bist und wir “Pause” haben, dann hören wir sie uns einmal zusammen an, und das ist dann noch viel schöner. [Weiterlesen →]
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Mi 23.12.1931, Brief von Anneliese an Walter: “man sollte eigentlich einen Menschen garnicht so gern haben”
Mein lieber Junge!
Nun sitze ich schon einmal wieder hier – diesmal neben dem köstlich duftenden Weihnachtsbaum – und schreibe Dir, nur bin ich heute wirklich böse auf Dich. Sieh, ich weiß ja, daß Du viel Arbeit hast, viel zu viel als man eigentlich überhaupt und besonders vor Weihnachten haben sollte, aber ich hätte doch gedacht, daß Du mir in 2 1/2 Wochen einmal einen ganz kurzen Gruß geschickt hättest. [Weiterlesen →]
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Mi 23.12.1931, Brief von Walter an Anneliese: “Du feierst tüchtig für mich mit”
Bochum, den 23.12.31.
Mein liebes Kind!
Es ist wirklich nett von Dir, daß Du mir schon 2 mal geschrieben hast. [Brief 1, Brief 2] Leider komme ich jetzt zu kaum etwas anderem als zu meiner Arbeit. Gestern hat es Gott sei Dank Ferien gegeben. Die Lauferei zur Schule und zu den Sitzungen hat dafür gesorgt, daß meine Arbeit noch nicht einmal im Unreinen fertig ist. Aber ich hoffe, daß es morgen abend so weit ist. Am 23., 26. und 27. Dezember will ich die Arbeit dann korrigieren und am 28. früh nach Schwelm kommen. [Weiterlesen →]
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Do 17.12.1931, Briefkarte von Anneliese an Walter: “Jetzt muß ich noch mein Gedicht lernen”
Poststempel: 18.12., 8-9 Uhr
Schwelm, den 17. XII. 31.
Mein lieber Junge!
Heute abend will ich Dir fix noch einen kurzen Gruß senden. Hoffentlich geht es Dir recht gut; diesmal bin ich nun diejenige, die auf einen Gruß von Dir gewartet hat, doch habe ich mir auch gedacht, daß Du bei all der Arbeit, die sich jetzt sicher ganz besonders drängt, kaum zum Schreiben kommen würdest. Aber einen kurzen Sonntagsgruß bekomme ich doch, nicht wahr? [Weiterlesen →]
17. Dezember 2008 1 Kommentar
Do 10.12.1931, Brief von Anneliese an Walter: “was tut man nicht alles für die lieben Mitmenschen”
Poststempel: 11-12 Uhr
Schwelm, den 10. XII. 1931.
Mein lieber Junge!
Eigentlich solltest Du schon heute einen Brief von mir dort haben, aber leider kam ich gestern nicht dazu und das kam so: nachmittags zum Kaffee war ich bei Leni eingeladen, wo wir uns bei netter Weihnachtsstimmung allerhand schöne Sachen erzählt haben. Als ich gegen 1/2 8 h nach Hause kam, fand ich Gerti Fischer vor, die mich ungeheuer quälte, doch am Freitag nachmittag im Logenkränzchen mit ihr vierhändig zu spielen. [Weiterlesen →]
10. Dezember 2008 1 Kommentar
Sa 05.12.1931, Brief von Walter an Anneliese: “ich habe guten Mut und dann wird es schon gehen”
Bochum, den 5.12.31.
Meine liebe kleine Anneliese!
Über Deinen netten Brief habe ich mich sehr gefreut. Du sollst nun auch einen recht herzlichen Sonntagsgruß von mir bekommen. Vorige Woche war es viel schöner als heute. Da hatte ich die freudige Erwartung auf den nächsten Tag, wo unser liebes Kind in Bochum erscheinen wollte. Die Nachfreude ist aber auch noch ganz schön. Leider werden wir uns erst nach Weihnachten wiedersehn, aber dann etwas länger. Hoffentlich ist die Arbeit bis Weihnachten auch fertig; das Schlimme ist, daß ich keine richtige Zeit für die Arbeit gewinnen kann. [Weiterlesen →]
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