Geschichte (nicht nur) einer Familie
77jahre

August 2008

Sa 15.08.1931, Brief von Walter an Anneliese: “so etwas muß man sich ja der Familie anpassen”

Bochum d. 15. Aug. 31.

Die Zeit seit unserem letzten Zusammensein kommt mir schon reichlich lange vor, und ich möchte mein Baby recht bald wiedersehen. Vielleicht ist es Dir mal an einem Wochentage recht. Ich dachte nächste Woche Donnerstag, natürlich würde ich dann wieder mit dem Zuge kommen, der ungefähr 1/2 9 Uhr in Schwelm ist. Falls Dir ein anderer Tag angenehmer ist, schreibe mir bitte, ich möchte Dich auch nicht gerade bei Deiner Arbeit stören. [Weiterlesen →]

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Mi 12.08.1931, Brief von Anneliese an Walter: “es war lediglich eine Dummheit von mir”

Poststempel: 13.08., 7-8 Uhr.

Schwelm, den 12. Aug. 1931.

Mein lieber Junge!

Heute vor 8 Tagen um diese Zeit - es ist jetzt 10h abends - wars doch viel, viel schöner! Ich habe heute sehr viel an vorigen Mittwoch denken müssen. Wir sind vor etwa 1 Stunde, bis auf die Haut durchnässt, von einem weiten Spaziergang zurückgekommen. Nackens waren u. a. auch mit, und ich habe mich recht nett mit Jutta unterhalten. [Weiterlesen →]

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Do 06.08.1931, Brief von Walter an Anneliese: “Ich werde Dich auch behüten und beschützen”

Bochum d. 6.8.31.

Mein liebes Kind!

Ich freue mich sehr, daß Du so schnell geschrieben hast und will auch gleich antworten. Ich hatte doch Sorge um Dich. Heute mittag habe ich deshalb 2240 angerufen, aber das Fräulein sagte mir, daß niemand aufgemacht habe, es war so um 3 Uhr heute nachmittag. Ich wollte doch eben mal fragen, ob alles ohne Tränen verlaufen ist. [Weiterlesen →]

6. August 2008   Noch keine Kommentare

Do 06.08.1931, Brief von Anneliese an Walter: “Der Schreck war natürlich nicht wenig groß”

Poststempel: Schwelm, 9-10 Uhr

Mein lieber Junge!

Ganz schnell – ich bin gerade aufgestanden – sollst Du erst einmal hören, daß man hier bei uns sehr lieb zu mir ist. Unsere Sorge ist nur, ob auch Du wieder gut nach Bochum gekommen bist, schreib doch bitte bald einmal, ob Du auch wohl behalten [sic] zurückgebracht bist. Mutter war um 1/2 3h aufgewacht, hatte nachgeguckt und mein leeres Bett gesehen. [Weiterlesen →]

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Mo 03.08.1931, Brief von Walter an Anneliese: “Die Einsamkeit und vor allem Krankheit ist nichts für mich”

Bochum, den 3. August 31.

Mein liebes Kind!

Über Deinen netten Brief, der heute morgen ankam, habe ich mich sehr gefreut. Mit Deinem Vorschlag 1404 ab Schwelm und 1555 an Blankenstein bin ich natürlich einverstanden. Ich werde Dich von der Bahn abholen. Ich denke jetzt fast nur noch an Mittwoch. Meine Mutter ist leider schlecht zurecht. Wahrscheinlich hat sie so eine Art Grippe. Hoffentlich behebt sich das bis Mittwoch wieder. [Weiterlesen →]

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So 02.08.1931, Brief von Anneliese an Walter: “Ich warne Dich also”

Poststempel: Schwelm, 14-15 Uhr

Schwelm, den 2. August 31.

Mein lieber Junge!

Es ist so strahlend schön heute morgen, daß ich nur immer wieder bedaure, daß Du nicht hier bist. Nun habe ich all die dummen Schreibereien an mehr oder weniger gleichgültige Leute hinter mir und kann endlich einmal ein wenig mit Dir plaudern und Dir für Deinen lb. Brief danken. Eigentlich sollte dieser Brief schon gestern fort, doch habe ich gestern 9 Stunden lang Tennis gespielt und bin halb verhungert erst um 10 h nach Hause gekommen. [Weiterlesen →]

2. August 2008   Noch keine Kommentare